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07.09.2010

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Kinderunfälle
7.311 verunglückt
Insgesamt starben 15 Kinder in NRW

Zahl der Verunglückten sank um 4 % auf den historischen Tiefstand

Junge Fahrer: Historisch wenig Verkehrstote

Nie zuvor seit 1970 wurden in einem Jahr weniger junge Fahrer getötet als 2009. Die Zahl der 18- bis 24Jährigen, die bei einem Unfall ums Leben kamen, sank um 3,6 % auf 110 (- 4). Die Zahl der Verletzten blieb mit 14.167 (+ 0,6 %) nahezu unverändert. Seit 2005 verringerte sich die Zahl der im Straßenverkehr getöteten jungen Fahrer um mehr als ein Viertel und die der Verletzten um rund 4 %.

"Die Polizei kümmert sich weiter intensiv um diese Gruppe der noch unerfahrenen und oftmals risikobereiten Verkehrsteilnehmer", betonte der Minister. "Die Verkehrssicherheitsberater gehen in Schulen oder Jugendeinrichtungen, um die jungen Fahrer aufzuklären, wie gefährlich überhöhte Geschwindigkeit oder Alkohol und Drogen am Steuer sowie das Fahren ohne Gurt ist."

Gemeinsam mit der Theatergruppe am Robert-Wetzlar Berufskolleg zeigte die Bonner Polizei beispielsweise heute in dem Bühnenstück "Wer zuerst da ist!" sehr eindrucksvoll vor, welche Folgen Raserei hat. Die Aufführung basiert auf einem realen Unfallgeschehen. Die Schüler konnten anschließend mit einem der Opfer sprechen, dem ein Bein amputiert werden musste. "Mit solchen Initiativen, die die Polizei gemeinsam mit engagierten Schülern und Lehrern ergreift, gelingt es, die jungen Menschen zu überzeugen, ohne dabei den Zeigefinger zu heben", lobte Wolf.

Erfolgreiche Gurtkampagne: "ER hält alles - Der Profi fährt mit Gurt."

Die Sicherheitsgurtkampagne "ER hält alles - Der Profi fährt mit Gurt." mit Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer hat im vergangenen Jahr ein beachtliches Ergebnis erzielt. Die Zahl der Verkehrstoten, die nachweislich nicht angeschnallt waren, sank um rund 20 % auf 58. "Die Bilanz zeigt, dass es richtig ist, die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle durch Aufklärung und Verfolgung ins Visier zu nehmen."

Anti-Raser-Kampagne: Komm gut an! Sieger rasen nicht!

Auch in Zukunft kämpft die Polizei in Nordrhein-Westfalen schwerpunktmäßig vor allem gegen folgenschwere Verkehrsunfälle. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr den Rasern. Zu schnelles Fahren ist die Ursache Nr. 1 für tödliche Verkehrsunfälle. Mehr als jeder dritte Verkehrstote auf nordrhein-westfälischen Straßen ist Opfer von zu hoher und nicht angepasster Geschwindigkeit. Im vergangenen Jahr waren das 226 von 621.

"Das wollen wir ändern und haben deshalb zu Beginn des Jahres die Anti-Raser-Kampagne "Komm gut an! Sieger rasen nicht!" gestartet", erklärte Innenminister Wolf. "Die Polizei wird landesweit in den nächsten Monaten verstärkt aufklären und kontrollieren." Die Kampagne wird von der Fecht-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Britta Heidemann unterstützt. Sie wirbt auf Veranstaltungen und Flyern für Besonnenheit und Fairness im Straßenverkehr.

"Rasen bedeutet nicht nur mit 150 km/h über die Landstraße zu fahren. Rasen ist auch zu schnell an Schulen und Seniorenwohnheimen zu sein. Und wer mit 80 km/h bei Eis oder dichtem Nebel auf der Autobahn unterwegs ist, gefährdet sich und andere", betonte Wolf. Bei doppelter Geschwindigkeit vervierfacht sich der Bremsweg. Dort wo man mit 30 km/h, beispielsweise an einem Kindergarten, bereits zum Stehen kommt, fängt man mit 50 km/h erst an zu bremsen.

"Ein Aufprall mit 50 km/h auf ein stehendes Hindernis entspricht einem Sprung vom 10 Meterturm in eine leeres Schwimmbecken und mit 100 km/h einem Sprung aus 40 Metern Höhe vom Dach eines Hochhauses", machte der Innenminister deutlich. Wolf: "Wir wollen, dass alle gut ankommen. Deshalb ist die Aufklärung so wichtig".

(08.02.10/jwa)  
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